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20.03.2018

Tim Berni: Vielversprechende Zukunft

Es begann bei der Familie Berni alles in Dübendorf. Der Vater spielte in der 1. Liga, Bruder Fabian ist zwei Jahre voraus und galt für Tim in jeder Phase als Vorbild. Zuerst spielte klein Tim als defensiver Center, bis es einmal an Verteidigern fehlte und Trainer Christoph Schenk ihn im Moskito-Alter fragte, ob er mal als Verteidiger einspringen wolle. Dies gefiel ihm, sodass er bis heute auf dieser Position geblieben ist. Und das hat sich gelohnt! Tim ist läuferisch stark, hat ein gutes Spielverständnis und ein Auge für die Angriffsauslösung.

Lob von höchster Stelle

All dies ist seinem grossen Talent zuzuschreiben. Sein jetziger Trainer bei den GCK Lions in der Swiss League, Michael Liniger, beschreibt es so: „Tim hat grosses Talent und eine vielversprechende Zukunft. Aber es braucht jetzt Geduld, man darf nicht zu schnell zu viel erwarten. Seine grosse Stärke ist auch sein guter Charakter und seine Arbeitseinstellung.“ Spieler-Beobachter aus der NHL weilten bereits auf der KEK und waren sich einig, dass Tim Berni dereinst gedraftet wird. Nur wann sei noch offen.

Selbstverständlich wurde er an der U20-Weltmeisterschaft in Buffalo weiter beobachtet. Dort spielte Tim Berni fünf Partien als „double under age“. Am meisten Zuschauer gab es aber mit 12‘000 im Vorbereitungsspiel gegen Kanada. „Das ist einfach fantastisch, vor so viel Publikum spielen zu dürfen“, schwärmt der 18-Jährige. Jetzt hofft er, dass er im April bei der WM der U18 in Russland dabei sein darf. „Es ist ein unglaubliches Erlebnis, für dein Land antreten zu dürfen!“

Einsätze bei den grossen Löwen

Die Qualitäten Bernis blieben auch innerhalb der Lions-Organisation nicht unentdeckt. Sowohl Hans Wallson als (mittlerweile) Hans Kossmann boten ihn für die ersten Einsätze in der National League auf. „Nur schon mit der 1. Mannschaft zu trainieren, dabei zu sein, dies alles zu erleben, ist eine grosse Freude. Einmal war ich in Bern dabei vor 16'000 Zuschauern. Das ist gewaltig!“ In der Swiss League bei den GCK Lions war der Verteidiger seit dieser Saison Stammspieler, bekam viel Eiszeit, auch in den Special Teams.

Von klein auf ZSC-Fan

Tims Bruder Fabian ist Stürmer. Er wechselte etwas früher von Dübendorf zu den Lions. Aber immer war Fabian das Vorbild für den kleinen Bruder. Fabian und der Vater hatten Tim ursprünglich auch zum Eishockey gebracht. Weil er noch eine ganze Weile nicht 18 Jahre alt war, durfte Tim mit dem Bruder zum Training und auf die KEK fahren. Zu Beginn war alles Spass. Aber irgendwann entschied er sich, auf Eishockey-Profi zu setzen. Darüber sind jetzt alle Beteiligten froh. Dass er einmal für die ZSC Lions auflaufen würde, hatte er als kleiner Bub schon geträumt. Tim war immer ein ZSC-Fan.

Mit den Novizen Elite wurde Tim Berni 2016 Vizemeister. Ein Jahr später gehörte er dem Meisterteam der Elite A an – zusammen mit seinem Bruder Fabian!

Entwicklung geht voran

Heute ist Tim Berni glücklich, dass er sowohl von Leo Schumacher als auch von Michael Liniger viel Vertrauen erhält. Er will dieses rechtfertigen und immer sein Bestes geben. Trotz seines grossen Talents arbeitet Berni fleissig weiter an seiner Entwicklung und will als grosses Ziel den Aufstieg zu den ZSC Lions schaffen. Aber es ist ihm klar, dass er noch etwas Zeit braucht. Und Zeit hat der Jungspund reichlich. Keine schlechten Perspektiven für einen 18-Jährigen!